Erstgespräch ohne Kind
Eine Stunde mit den Eltern. Kein Kind dabei. Wir hören zu: Warum SOLA? Was beschäftigt Sie an Ihrem Kind? Was haben andere Schulen nicht geleistet? Keine Bewertung, nur Verstehen.
Aufnahme
An der SOLA entscheiden wir nicht, ob ein Kind «gut genug» ist. Wir prüfen gemeinsam mit Ihnen, ob wir der richtige Ort für Ihr Kind sind — und Sie prüfen, ob wir zu Ihnen passen.
01 — Haltung
Standardisierte Aufnahmetests messen vor allem eines: wie gut ein Kind an einem bestimmten Tag bereit ist, in einer bestimmten Form zu leisten. Für hochbegabte Kinder ist das häufig nicht nur unfair — es ist irreführend. Besonders bei 2E-Kindern.
Stattdessen betrachten wir, was wir wirklich wissen müssen: Wie denkt das Kind? Wie arbeitet es, wenn es sich in ein Thema verbeisst? Was erzählen Eltern aus dem Alltag? Liegt eine Diagnostik vor — und wenn ja, was verstehen wir daraus?
Unser Prozess dauert deshalb etwas länger als üblich. Er kostet uns und Sie Zeit. Aber er ergibt verlässliche Entscheidungen. Und er verhindert, dass ein Kind aufgenommen wird, dem SOLA am Ende nicht gerecht werden kann.
«Wir wollen keine Auswahl treffen, wir wollen eine Passung finden. Das ist nicht dasselbe.»
02 — Der Prozess
Die Reihenfolge ist fix, der Rhythmus flexibel. Im Regelfall liegen zwischen Erstkontakt und Entscheid sechs bis acht Wochen.
Eine Stunde mit den Eltern. Kein Kind dabei. Wir hören zu: Warum SOLA? Was beschäftigt Sie an Ihrem Kind? Was haben andere Schulen nicht geleistet? Keine Bewertung, nur Verstehen.
Zwei volle Schultage in der Schule. Das Kind lernt Peers, Lehrende und Räume kennen. Wir beobachten — nicht testen. Das Kind merkt, ob es sich wohlfühlt. Diese Rückmeldung zählt schwer.
Wenn vorhanden, sichten wir bestehende psychologische Berichte und sprechen mit Ihren behandelnden Fachpersonen. Liegt keine Diagnostik vor, können wir auf Wunsch eine in-house Abklärung anbieten.
Alle drei Parteien sprechen: Eltern, Schulleitung, pädagogische Leitung. Entscheidung wird gemeinsam formuliert, nicht auf Sie geworfen. Bei Zusage folgt der Aufnahmevertrag und die Einladung zum Sommer-Schnuppertag.
03 — Termine
Wir starten im August 2026 mit den Klassen 1 bis 6. Sekundarstufe (7 – 9) folgt rollend ab 2027. Bewerbungen sind laufend möglich, bei Überbuchung gilt das Eingangsdatum.
04 — Stipendien
SOLA ist eine Non-Profit-Stiftung. Wir vergeben Stipendien bis zu 100 % der Schulkosten an Familien, bei denen Hochbegabungsförderung sonst finanziell nicht möglich wäre. Ziel ist, dass bei Vollbetrieb rund ein Drittel unserer Kinder stipendiert ist.
Das Stipendien-Verfahren ist vom Aufnahme-Verfahren getrennt. Über die pädagogische Passung wird ohne Kenntnis der finanziellen Situation entschieden. Erst wenn die Aufnahme erfolgt ist, prüfen wir in einem zweiten, vertraulichen Prozess die finanziellen Möglichkeiten der Familie.
Bei Fragen zum Stipendium wenden Sie sich direkt an unsere Geschäftsstelle. Die Auswertung ist vertraulich, auch intern.
05 — Häufige Fragen
Nein. Ein Bericht hilft uns, das Kind schneller zu verstehen. Wenn keiner vorliegt, entscheiden wir zunächst ohne. Falls nötig, bieten wir eine Diagnostik im Haus an (zu Selbstkosten; bei Stipendium inbegriffen).
Nein. Viele Kinder pendeln aus Zürich, Zug, Schwyz, Einsiedeln, Luzern oder Rapperswil. Pfäffikon ist mit der S-Bahn in 25 Minuten ab Zürich HB erreichbar. Wir unterstützen Sie gerne bei Fahrgemeinschaften.
Ab Klasse 1 (regulär mit sechs Jahren, in Einzelfällen auch mit fünf). Wir planen keinen Kindergarten.
Grundsätzlich ja. Bei freien Plätzen ist ein Wechsel in den Quartalsgrenzen möglich. Wir empfehlen aber Sommer als Haupteinstiegszeitpunkt.
Wir haben keine festen Geschwister-Vorrechte. Bei Passung und Platz haben Geschwister aber bevorzugten Zugang, weil wir Familiensituationen berücksichtigen.
Wir sprechen offen mit Ihnen über die Gründe und geben, wenn möglich, Empfehlungen für andere passende Schulen oder Settings. Keine Standardbriefe.
Die Richtschulkosten für 2026/27 liegen bei CHF 28’800 pro Jahr (Primar) bzw. CHF 32’400 (Sek). Das ist unter dem Zürcher Tarif vergleichbarer Schulen. Stipendien sind möglich.
Der erste Schritt ist das Erstgespräch ohne Kind. Eine Stunde Ihrer Zeit — und Sie wissen, ob sich der Weg lohnt.